Blutbild - Grundlagen

Das Blutgefäßsystem des erwachsenen Menschen ist mit etwa 5 Litern Blut gefüllt, welches zu ca. 60 % aus einer eiweißreichen Flüssigkeit, dem sogenannten Blutplasma, und zu ca. 40 % aus Blutzellen besteht. Die Blutzellen haben eine begrenzte Lebensdauer, die je nach Art der Zelle von wenigen Tagen bis zu Jahrzehnten schwankt. Um den Verlust durch absterbende Zellen auszugleichen, produziert das Knochenmark als Blutbildungsstätte unter Normalbedingungen täglich etwa 400 Milliarden neue Blutkörperchen.

Man unterscheidet drei Arten von Blutzellen:

  • Rote Blutkörperchen, die auch als Erythrozyten bezeichnet werden,
  • weiße Blutkörperchen, die auch als Leukozyten bezeichnet werden, und
  • Blutplättchen, die auch Thrombozyten genannt werden.


Die roten Blutkörperchen sind der häufigste Zelltyp im strömenden Blut. Sie enthalten den Eiweißkörper Hämoglobin, der für den Sauerstofftransport von der Lunge in die Gewebe zuständig ist. Bei einem Mangel an roten Blutkörperchen, der als Anämie bezeichnet wird, kommt es zu einer Sauerstoffunterversorgung der Gewebe. Der Patient verspürt dann Leistungsschwäche, Müdigkeit, Kopfleere und Herzklopfen.

Die weißen Blutkörperchen, die im Blut etwa 1.000-mal seltener vorkommen als die Erythrozyten, sind in ihrer Zusammensetzung ausgesprochen heterogen. Die wichtigsten Typen sind Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten. Die weißen Blutkörperchen haben die Aufgabe der Infektabwehr. Sie wandern aus der Blutbahn in die Gewebe ein, um dort ihre Abwehraufgaben zu erfüllen. Granulozyten und Monozyten werden als Freßzellen bezeichnet, da sie die Fähigkeit besitzen, Mikroorganismen aufzunehmen und zu verdauen. Hierbei entsteht Eiter. Lymphozyten sind Immunzellen und besitzen die Fähigkeit, bestimmte Krankheitserreger spezifisch zu erkennen. Da ein Teil der Lymphozyten ausgesprochen langlebig ist, werden in der Vergangenheit angetroffene Krankheitserreger noch nach Jahren oder Jahrzehnten wiedererkannt. Der Organismus ist dann immun gegen diese Erreger. Ein Mangel an weißen Blutkörperchen bedingt eine erhöhte Infektanfälligkeit.

Die Blutplättchen sind eigentlich keine Zellen, sondern lediglich kleine Zellfragmente, die eine wichtige Rolle im Rahmen der Blutgerinnung spielen. Kommt es zu einer Verminderung der Blutplättchen, kann daraus eine Blutungsneigung mit Auftreten von blauen Flecken oder Nasenbluten resultieren. Die Blutgerinnung ist jedoch komplizierter, als es die Thrombozyten vermuten lassen, da auch eine große Anzahl von Eiweißkörpern des Blutplasmas an den Gerinnungsreaktionen beteiligt ist.

Manche Bluterkrankungen können bereits durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden. In vielen Fällen liefert die Blutuntersuchung jedoch nur erste Hinweise. Zur weiteren Diagnostik ist dann eine Knochenmarkuntersuchung notwendig, die Aufschluss über den Zustand der Blutbildung gibt.

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